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Der Müll ist nicht auf einmal im Meer.

Die Vermüllung der Meere beginnt vor unserer Haustür, direkt hier an der Spree.

wirBERLIN

Die Vermüllung der Meere hat viele Ursachen. Neben absichtlicher Entsorgung von Unrat in den Gewässern, gelangt vor allem der an Land nicht ordnungsgemäß entsorgte Müll durch Wind und Wetter in die Flüsse, Seen und Meere. Sei es die achtlos weggeworfene Kippe, der Coffee-to-go-Becher, die liegengelassene Chipstüte etc. landen in der Umwelt und werden nicht recycelt oder fachgerecht verbrannt. Verpackungen sind aus verschiedenen Materialien: Papier, Pappe, Alu, Blech, Glas und natürlich Plastik.

Das Problem mit Plastik

Historie der Plastikproduktion:

Die globale Plastikproduktion steigt seit Jahren enorm an. Plastik wird so oft verwendet, weil es leicht und widerstandsfähig ist. Genau diese Eigenschaft macht es auch zu einem der größten Probleme unserer Zeit. Plastik ist u.a. wegen seinem Erdölanteil nicht biologisch abbaubar und zersetzt durch Wind, Sonne und Wasser in immer kleinere Partikel. Diese gelangen nahezu überall hin, auch in die Meere.

Die Vermüllung der Meere ist ein Problem, welches aktiv und vor allem auch lokal angegangen werden kann. Der Müll der derzeit in den Meeren schwimmt kommt nicht nur von großen Industrien, sondern von Privatpersonen.

Deshalb können wir auch verhindern, dass weiter Müll in die Meere gelangt.

HistoriePlastik_klein

Verpackungsmüllproduktion im Vergleich:

Ein Irrglaube ist, dass nur ärmere Länder die Hauptverursacher bei der Verschmutzung der Weltmeere sind, da dort der Müll durch das Nichtvorhandensein eines öffentlichen Entsorgungssystems überall sichtbar ist.

Deutschland ist in Europa der größte Plastikproduzent, davon werden nur 28,6% recycelt. Die meisten Verpackungen werden in andere Länder exportiert. Nach Japan und den USA steht Deutschland mit den meisten Plastikexponaten an dritter Stelle. Dabei wird das Plastik derzeit vorwiegend nach Südostasien verschifft, welche schon mit der eignen Entsorgung von Plastik überfordert sind.

Verpackungen

Littering durch Zigarettenkippen:

Einfach weggeworfene Zigarettenkippen sind ein Riesenproblem. Etwa 75 Milliarden Zigaretten werden jährlich in Deutschland verkauft, über 70% davon landen als Kippe in der Umwelt. Hergestellt aus dem Kunststoff Celluloseacetat, benötigen Kippen eine lange Zeit, um zu zerfallen und lassen sich nicht biologisch abbauen.

Rund 7000 Chemikalien pro Kippe
Die Vielzahl an enthaltenen Giftstoffe (u.a. Nikotin, Arsen, Blei, Kuper und weitere Schwermetalle) gelangen bei ihrer Zersetzung in Böden und Gewässer – Die darin lebenden Organsimen wie Pflanzen, Fische, Muscheln, Schildkröten etc. reichern diese an und geben sie in der Nahrungskette weiter. Viele Organismen sterben infolge der hohen Belastung durch die Giftstoffe.

Tödliche Gefahr für Kleinkinder
Nicht zuletzt können die Kippen für Kleinkinder, die sie vor Eisdielen, auf Spielplätzen und in Parks vom Boden auflesen, in den Mund stecken und verschlucken, tödlich sein. Nikotin ist die 2-häufigste Vergiftungsursache bei Kindern!

 

Kippen_klein

Zigarettenkippen, Verschlüsse und Deckel sind im Meer am häufigsten zu finden. Dies ist besonders problematisch, da diese von den Meeresbewohnern für Nahrung gehalten werden. Zudem vergiftet der Abfall von Zigaretten das Wasser, um über dieses Problem noch weiter aufzuklären, haben wir eine Seite mit dem Fokus Kippen erstellt.

Top10
Ozeane_klein

Das kleinste Plastik

Mikroplastik_klein
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Wenn Plastik sichtbar wird

Weltweit gelangen 20% des Mülls über Schiffe und Bohrinseln ins Meer. Der größte Anteil der Verschmutzung gelangt vom Land ins Meer. Hierbei spielen vor allem Flüsse und Strände eine entscheidende Rolle. Privatpersonen haben einen direkten Einfluss, da diese ihren Müll an Stränden und Flüssen zurücklassen. Dieser gelangt dann bei der nächsten Flut oder Witterung ins Meer. Kritisch sind auch die kleinen Plastikpartikel in Peelings, Zahnpasta und Duschgels, da diese von den Kläranlagen nicht aus dem Abwasser gefiltert werden können und somit ins Meer transportiert werden.

Das Ökosystem leidet unter der zusätzlichen Belastung. Das Plastik verhindert z.B. das Licht durch die Meeresoberfläche gelangt, irritiert die Tiere und verhindert das Wachstum der Pflanzen. Zudem können sich die Tiere im Müll verheddern oder nehmen diesen als Nahrung auf. Zudem löst sich aus den Verpackungen Mikroplastik heraus derzeit gibt es noch keine Lösung, wie dieser wieder aus dem Meer gefiltert werden kann.

Müllstrudel1x1_klein

Tipps die Du im Alltag umsetzen kannst

Habe immer einen Einkaufsbeutel dabei, kaufe möglichst unverpackte und fische Lebensmittel ein.

Kaufe kein To Go Essen und Getränke oder habe deine eigenen Behälter (Besteck, Stäbchen, Stohhalm) dabei.

Zigarettenkippen immer im Restmüll oder erstmal im Taschenaschenbecher entsorgen.

Verwende plastikfreies Shampoo und feste Seife, am besten unverpackt.

Kaufe elektronischen Geräte nicht neu und lass deine Altgeräte recyceln.

Packe Geschenke in Altpapier ein.

DO IT YOURSELF BLOG

Tipp 39: Plastikfasern filtern

Tipp 40: Zero-Waste-To-Go

Tipp 41: Natürliches Selfmade-Peeling

Jeder kann aktiv etwas dazu beitragen,

dass kein neuer Müll in die Weltmeere gelangt.

Strategien und Ideen gegen die Vermüllung der Meere

Aktion in der Urania

Am 26. November 2020 laden wir zum Bürgerdialog in die Urania ein und möchten über das Thema "Wassermangel und Klimakrise in der Hauptstadtregion" sprechen.

Direkt zur Anmeldung

Plakatwettbewerb

Um auch Kinder für die aktuelle Umweltproblematik zu sensibilisieren, ruft wirBERLIN jedes Jahr alle Kinder der Stadt zu einem Plakatwettbewerb auf. 2020 mit dem Thema: Haltet die Gewässer sauber!

Plakatwettbewerb 2020

Das Infomobil

Aktuell fährt das Infomobil durch Berlin und klärt über die Vermüllung der Gewässer auf und wie jeder Einzelne dagegen etwas unternehmen kann.

Mehr über das Infomobil

10 Jahre Aktionstag

Zum 10. Mal startete wirBERLIN den Aufruf Berlin gemeinsam aufzuräumen – dieses Jahr wieder berlinweit im Rahmen des WORLD CLEANUP DAYs.

Übersicht der Aktionstage

Netzwerk-Veranstaltungen

Regelmäßig veranstalten wir Netzwerkveranstaltungen, um über die aktuelle Situation zu sprechen und wie wir aktiv etwas in Berlin verändern können.

Unser Netzwerk
Ferienworkshop für Kinder

Kids-workshop

Im Sommer 2020 veranstalteten wir einen digitalen Workshop für Kinder. Das Thema war Mikroplastik im Alltag und konnte ganz einfach von Zuhause oder aus dem Urlaub bearbeitet werden.